Eine märchenhafte Reise um die Welt

Mein neuer Streich, der einmal um die ganze Welt führt

Ich komme hier mal wieder mit einer kleinen Meldung in eigener Sache um die Ecke. Mit etwas Verspätung: Schon seit vergangenem Herbst bin ich stolzer Büchervater von properen Büchervierlingen. Mein Verlag Bild und Heimat hat mir die schöne Chance gegeben, in vier Bänden die berühmtesten Märchen aus aller Welt zu versammeln und herauszugeben. Ein gar nicht so leichtes Unterfangen, das mir am Ende aber doch ganz gut geglückt ist, wie ich finde. Entstanden ist eine abwechslungsvolle Lesereise zwischen Norwegen und der Südsee, den Grimms und Charles Perrault, Westafrika und Ostasien. Natürlich sind auch die unverzichtbaren deutschen und europäischen Klassiker mit dabei. Wer Lust auf eine märchenhafte Horizonterweiterung hat, dem darf ich getrost diese Sammlung empfehlen. Unten, nach dem Werbeblock, gebe ich mit einem kurzen, schönen, hierzulande wenig bekannten Märchen aus Südamerika eine kleine Kostprobe.

Berühmte Märchen aus aller Welt, Berlin 2017

Ein Schatz voller Geschichten und ein Hausbuch für Jung und Alt in vier Bänden. Mit vielen prachtvollen Illustrationen. Märchen von Hans Christian Andersen, Charles Dickens, den Brüdern Grimm, Wilhelm Hauff, Alexander Puschkin. Mit den Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht, chinesischen Volksmärchen, Märchen aus Frankreich, Tschechien, Amerika, Afrika, Indien u.v.m.
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Band 1: Von Ali Baba bis Dornröschen
Band 2: Vom hässlichen Entlein bis zu den schönen Königstöchtern
Band 3: Vom Löweneckerchen bis Rumpelstilzchen
Band 4: Von Schneewittchen bis Zwerg Nase

 

Von dem Regenbogen

Aus Südamerika

Es war einmal ein Mädchen, das war an den Fluss gegangen, und dort verschwand es. Nach einem Jahr kam es zurück und erzählte, sie habe im Wasser einen Mann getroffen und sei bei ihm geblieben. Sie holte Maniok und begab sich wieder an den Fluss. Nach zwei bis drei Jahren kam sie zurück. Nun hatte sie einen kleinen Knaben. Sie holte Maniok, um Chicha zu machen. Dann begab sie sich wieder an den Fluss zurück. Eines Tages kam sie wieder mit dem Knaben und ließ diesen bei ihrer Mutter und begab sich dann wieder weg. Zu der Mutter sagte sie, sie solle zusehen, dass der Knabe nicht weinte. Der Knabe wuchs bei der Großmutter auf.

Eines Tages weinte der Knabe, und da begann es zu regnen. Der Knabe wurde rot, gelb, grün, blau, ganz wie der Regenbogen, und dann trieb er das Wasser hinweg.

Wieder kam die Mutter und holte den Knaben. Nach einiger Zeit kam sie wieder, um Maniok zu holen, und da ließ sie den Knaben bei der Großmutter zurück. Sie sagte, sie solle zusehen, dass der Knabe nicht zu weinen anfinge. Eines Tages weinte er aber doch. Es regnete, und er bekam alle Farben des Regenbogens. Der Knabe trieb das Wasser hinweg. Er blieb immer noch bei der Großmutter.

Eines Tages kam sein Vater und holte ihn und führte ihn zu einem Bach. Dort blieb er, und dort ist er noch. Er war bereits groß geworden. Wenn der Regenbogen am Himmel erscheint, so ist es der Knabe, der aus dem Wasser aufsteigt und den Regen verjagt.

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